Britta, was machst du jetzt eigentlich?
- B K

- 15. Apr.
- 3 Min. Lesezeit

Ja, diese Frage höre ich immer mal wieder.
Und noch viel öfter taucht sie vermutlich in den Köpfen von Hundemenschen auf, die mich kennen oder irgendwo auf mich aufmerksam geworden sind.
Und ganz ehrlich: Ich habe sie mir auch selbst schon oft gestellt.
Dass ich „irgendwas mit Hunden und ihren Menschen“ machen möchte, war schon lange mein Wunsch. 2018 begann das, langsam Form anzunehmen.
Ich begleitete damals eine Hundetrainerin, unterstützte sie bei Trainings, Seminaren und Webinaren – bei ihr war ich ursprünglich als Kundin gestartet.
Sie arbeitete mit einem Persönlichkeitstypen-Modell, das mich zu der Zeit neugierig gemacht hatte.
Schon damals ging es mir deutlich weniger um klassisches Hundetraining, sondern vielmehr darum, den Menschen ihren Hund verständlich zu machen:
Was ist seine Basis? Was bringt er mit? Was braucht er wirklich?
Dort blieb ich allerdings nicht lange. Die Einteilung der Hunde in bestimmte Typen war für mich zu undurchsichtig – nicht wirklich nachvollziehbar, nicht reproduzierbar und aus meiner Sicht zu stark von persönlicher Einschätzung geprägt.
Da mich das Thema Hundepersönlichkeiten aber nicht mehr losgelassen hat, habe ich mir weitere Modelle angeschaut. Vieles klang logisch – und trotzdem blieb immer ein Punkt unstimmig: die Art der Kategorisierung.
Entweder wurde ausschließlich das sichtbare Verhalten bewertet oder es basierte stark auf dem Bauchgefühl der jeweiligen Trainerin.
Versteht mich nicht falsch – ich bin überzeugt, dass viele Hundetrainer:innen ein sehr gutes Gespür für Hunde haben.
Aber wenn es darum geht, Aussagen über den Persönlichkeitstyp, den Wesenskern und die innere, unveränderliche Anlage eines Hundes zu treffen, reicht „Gefühl“ allein aus meiner Sicht nicht aus.
Hier braucht es klare, nachvollziehbare und reproduzierbare Strukturen – möglichst frei von Interpretation.
Und auch das reine Beobachten des äußeren Verhaltens greift für mich zu kurz. Dafür ist der Hund ein viel zu sozial intelligentes Wesen.
Ich ziehe da ganz bewusst die Parallele zum Menschen:
Wer von uns zeigt im Außen wirklich immer genau das, was seinem inneren Wesenskern entspricht?
Eben.
Genau wie beim Menschen wirken auch beim Hund genetische, epigenetische und sozialpsychologische Faktoren zusammen. Das lässt sich nicht einfach ausklammern.
Und damit zurück zu meinem Weg:
Das einzige Modell, das mich wirklich überzeugt hat, ist das vom Hundezentrum HSS®️.
Dort habe ich genau das gefunden, was ich gesucht habe: ein strukturiertes, klares Konzept, das nachvollziehbare und reproduzierbare Analysen ermöglicht.
Ich ließ meine eigenen Hunde analysieren, passte meinen Umgang entsprechend an – und sah in kurzer Zeit so deutliche Veränderungen, dass für mich klar war:
Das ist es. Genau das möchte ich machen.
Als sich die Möglichkeit ergab, begann ich meine Ausbildungen dort.
Ich absolvierte die Hundetrainerausbildung, die Ausbildung im typengestützten Verhaltenstraining, begann selbst zu analysieren und befinde mich aktuell noch in der Weiterbildung im Bereich Verhaltenspsychologie.
Als nächstes folgt die Systemanalyse Mensch-Hund.
Nach Abschluss der Hundetrainerausbildung habe ich mich zunächst einer Hundeschule angeschlossen. Eine eigene Hundeschule kam für mich aus verschiedenen Gründen nicht infrage.
Relativ schnell wurde mir jedoch klar, wie wenig ich mich im klassischen Hundetraining wiederfinde.
Mein Fokus liegt ganz klar auf den Persönlichkeitstypen – und auf der Arbeit mit den Menschen dahinter.
Klassisches Training ist einfach nicht mein Bereich. Das können andere deutlich besser als ich.
Also habe ich mich im März wieder davon gelöst.
Und dann stand sie wieder da – die Frage: Was mache ich jetzt?
Als Lizenznehmerin von HSS®️ bin ich im Norden aktuell die einzige Ansprechpartnerin für dieses Konzept und für fundierte Persönlichkeitsanalysen.
Und genau das möchte ich auch bleiben. Ich möchte für die Menschen da sein, die sich dafür interessieren oder Fragen haben.
Gleichzeitig habe ich mich bewusst vom HundeTraining verabschiedet.
Denn im Kern geht es ohnehin um etwas anderes:
Um das Verstehen.
Ich möchte Hundemenschen ihren Hund erklären.
Ich möchte Dynamiken sichtbar machen – zwischen Hunden, aber auch zwischen Mensch und Hund.
Und ich möchte vermitteln, wie unterschiedlich Persönlichkeitstypen „funktionieren“ und was sie wirklich brauchen, damit Zusammenleben gelingen kann.
Ich arbeite also heute beratend – im Hintergrund das Konzept vom Hundezentrum HSS®️.
Und ich freue mich sehr darauf, dieses Wissen hier im Norden weiterzutragen – mehr in die Köpfe und in die Herzen der Menschen zu bringen.
Denn es verändert etwas. Für die Hunde. Und für ihre Menschen.
Wenn dich das anspricht, melde dich gern, schreib mir oder begleite mich auf meinem Weg.
Für die Hunde. 💚





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