Was ist dein Ziel?

Ich freue mich über jeden, der sich für das HSS®️-Konzept interessiert!
Ich beantworte Fragen und helfe den Hundemenschen in meiner Beratung, die Hintergründe dessen zu verstehen.
Regelmäßig mache ich "Typentreffen", bei denen sich Hunde gemäß HSS® mit anderen Hunden treffen können, um gemeinsam zu wachsen und zu ihrer entspannten Mitte zu finden.
Die Wege der Hunde und der Menschen sind jedoch unterschiedlich. Ebenso die Themen, die die Hunde mitbringen. In den Treffen rücken diese Themen oft in den Fokus.
Hunde, die schon recht gut wissen, wer sie sind, versuchen eigentlich immer, diese Themen beim anderen Hund anzugehen, daran zu arbeiten, um den anderen weiter zu bringen.
Manche Hunde öffnen sich schnell, manche langsamer.
Und manche wollen erstmal gar nicht, das bei ihnen genauer hingeschaut wird.
Alle Hunde mit Themen haben Strategien entwickelt, mit sich und ihrer Umwelt zurecht zu kommen. Je nach Lebensumständen sind diese Strategien auch mal sehr deutlich und im Alltag belastend.
Für die Hunde bedeuten diese Strategien oft eine Sicherheit, die sie nicht einfach aufgeben können, da ihr Nervensystem sonst in den Alarm-, den Überlebensmodus fällt. Gewohntes gibt Sicherheit, auch wenn es schlecht ist.
Und so ist es kein Wunder, wenn Hunde sich im ersten Moment schwer tun, diese Strategien loszulassen.
Manchmal ist das ein längerer Weg. Ich finde aber, er lohnt sich.
Begleiten die Menschen diesen Weg, helfen sie also den Hunden dabei, indem sie auch im Alltag in dieselbe Richtung arbeiten, also alle an einem Strang ziehen, sieht man irgendwann Erfolge.
Meist zuerst in den Begegnungen mit den passenden hündischen Bindungspartnern.
Geht der Mensch im Alltag jedoch einen anderen Weg, macht man in den passenden Begegnungen immer wieder mal die Tür der Hunde einen Spalt auf, aber danach wird sie immer wieder zugeschlagen.
Irgendwann öffnen die Hunde sich dann einfach gar nicht mehr.
Das ist für mich nur schwer auszuhalten, denn ich sehe diese Not der Hunde! Und manchmal mag ich dann schon gar keine Begegnungen mehr begleiten, weil sich für den Hund dadurch nichts verbesserrt.
Denn den Alltag des Hundes kann ich nicht verändern. Das müssen die Hundehalter tun.
Jeder Mensch darf den Weg mit seinem Hund selbst wählen! Wenn ich bei den Treffen den Eindruck bekomme, dass in gegensätzliche Richtungen gearbeitet wird, frage ich den Menschen, was sein Ziel ist.
Was WIR, die wir vor dem Hintergrund des HSS®-Konzepts arbeiten wollen ist, dass sich Hunde mit sich und anderen und ihrer Umwelt auseinandersetzen dürfen.
Sie sollen sich fühlen dürfen und sich nicht ausschalten müssen.
Sie sollen sich auch unwohl fühlen und das nach außen sichtbar machen dürfen.
Sie sollen nicht alles hinnehmen müssen, sondern ihre Meinung und Bedürfnisse haben und diese auch äußern dürfen.
Wir begleiten das und helfen den Hunden möglichst gut dabei, damit umzugehen und selbst - bewusst Lösungen zu finden.
Die Hunde dürfen lernen, bei sich zu bleiben und die Herausforderungen zu meistern. Jeder so, wie es ihm und seinem Wesenskern, seinem Naturell entspricht.
So kommen die Hunde in ihre eigene Mitte und können darüber Resilienz entwickeln.
Hat der Mensch ein ganz anderes Ziel als dieses, kann HSS® unter Umständen nicht helfen. Möchte der Mensch einen im Alltag unauffälligen Hund, der alles möglichst gut ignorieren kann und möglichst unauffällig ist, kommt man da mit dem HSS®-Konzept mit den passenden Hundekontakten manchmal nicht weiter.
Und dann empfinde ich es als unfair, den Hund immer wieder dazu zu bringen, sich zu öffnen, ohne dass es für ihn in diese Richtung weitergehen kann.
Daher trennen sich manchmal die Wege und ich lasse Menschen ziehen, um die Hunde nicht weiter in die Not zu bringen, die ich in den Begegnungen empfinde.
Denn genauso wie therapeutische Arbeit bei Menschen nur mit dem Einverständnis des Betroffenen stattfinden kann, so möchte ich auch hier die Grenze der Hunde wahren und sie nicht auf einen Weg schieben, den sie dann doch nicht weitergehen können.
Denn am Ende geht es für mich nicht darum, dass ein Hund sich irgendwie verändert, damit er besser in unseren Alltag passt. Es geht darum, ihn wirklich zu sehen.
Ihn ernst zu nehmen.
Seine Grenzen, seine Bedürfnisse und seine ganz eigene Art, mit der Welt umzugehen.
Und wenn wir ihm dabei helfen, zu sich zu kommen und bei sich bleiben zu können, statt sich selbst aufzugeben, dann entsteht etwas sehr viel wertvolleres, als Unauffälligkeit und Gesellschaftsfähigkeit:
Ein Hund, der sich selbst kennt, sich selbst vertrauen kann und mit dieser Stärke seinen eigenen Weg gehen kann.
Dafür stehe ich und dafür steht für mich HSS®.






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